In unserem Let’s Move Jahr steht jeder Monat unter einem eigenen Motto. Im Januar ging es darum, ins Tun zu kommen. Um Motivation. Um Dranbleiben. Um dieses kleine, aber kraftvolle Momentum, das entsteht, wenn wir anfangen, uns regelmäßig zu bewegen – auch wenn es nur 5 oder 10 Minuten sind. Genau daran haben wir auch mit unserer Let’s Move Challenge angeknüpft: einfache, alltagsnahe Übungen, die uns mit wenig Aufwand in Bewegung bringen und zum Dranbleiben motivieren.
Der Februar baut genau darauf auf. Jetzt, wo Bewegung wieder ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags geworden ist, richten wir den Fokus auf ein Thema, das oft unterschätzt wird: Flexibility & Mobility – unsere Beweglichkeit.
Warum?
Weil Beweglichkeit die Basis für alles ist. Sie macht Bewegung leichter, weicher, flüssiger. Und vor allem angenehmer. Auch in unserer Let’s Move Challenge sind uns bereits ein paar Mobility- und Stretching Übungen begegnet. So simpel diese Übungen auf den ersten Blick aussehen, so wirkungsvoll können sie doch sein: bei vielen haben sie den ein oder anderen positiven Aha-Moment ausgelöst.
Und genau darum geht es bei Power System: Bewegung soll sich gut anfühlen. Nicht wie ein Zwang. Nicht wie ein Leistungsbeweis. Sondern wie etwas, das dich stärkt und dir guttut.
Was bedeutet eigentlich Flexibility & Mobility?
Die beiden Begriffe werden oft gleich verwendet, meinen allerdings etwas Unterschiedliches:
Flexibility (Flexibilität) beschreibt, wie gut sich deine Muskeln dehnen lassen. Also zum Beispiel: Wie weit kannst du dich vorbeugen? Wie weit öffnet sich deine Hüfte im Ausfallschritt? Die Flexibilität lässt sich durch Stretching, oder altmodisch genannt durch Dehnen, erhöhen.
Mobility (Mobilität) geht noch einen Schritt weiter. Sie beschreibt, wie gut du ein Gelenk aktiv und kontrolliert durch seinen Bewegungsradius bewegen kannst. Also nicht nur „Wie weit komme ich?“, sondern auch „Wie stabil und kontrolliert bewege ich mich dort?“
Warum Beweglichkeit dein Training leichter macht
Vielleicht kennst du das auch: Eine Kniebeuge fühlt sich schwer an – nicht wegen der Kraft, sondern weil die Hüfte blockiert und du einfach nicht tiefer kommst. Eine Plank wird unangenehm – nicht wegen der fehlenden Spannung im Bauch, sondern weil Schultern und Rücken fest sind.
Oft liegt das gar nicht an mangelnder Fitness, sondern an eingeschränkter Beweglichkeit. Wenn dein Körper beweglich ist, dann:
- fühlen sich Squats runder an
- bleiben Planks stabiler
- werden Ausfallschritte tiefer und kontrollierter
- läuft dein Walk flüssiger
- regenerierst du schneller
Beweglichkeit ist wie ein kleines Upgrade für alles, was du ohnehin schon machst. Und das Beste daran: Du musst dafür nicht mehr trainieren – nur bewusster.
Beweglichkeit im echten Alltag
Heutzutage verbringen wir einfach recht viel Zeit im Sitzen. Vor dem Laptop. Im Auto. Auf dem Sofa. Und selbst wenn wir regelmäßig Sport machen, ist unser Alltag dann doch oft einseitig. Typische „Alltagsstellen“, die schnell fest werden sind:
- Hüftbeuger durch langes Sitzen
- Brust- und Schulterbereich durch nach vorne geneigte Haltung
- hintere Beinmuskulatur durch wenig Streckung
- unterer Rücken durch mangelnde Rotation
Stretching & Mobility können dann hier wie ein kleiner Ausgleich wirken. Ein paar Minuten Katzen-Kuh-Flow können einen steifen Rücken komplett verändern. Ein tiefer Ausfallschritt öffnet die Hüfte nach einem langen Bürotag. Ein paar Schulterkreise lösen Spannungen, die man gar nicht bewusst wahrgenommen hat. Und plötzlich fühlt sich der Körper wieder „wach“ an – auch wenn es vielleicht sogar mal „knackt“ beim Mobilisieren.
Warum Beweglichkeit motiviert
Hier kommt ein zusätzlicher Punkt, der oft übersehen wird: Beweglichkeit sorgt für positive Bewegungserlebnisse. Denn wenn sich dein Körper leicht anfühlt, wenn Bewegungen flüssig laufen und nichts „zieht“, dann verbindest du Bewegung automatisch mit etwas Gutem. Und genau das ist entscheidend fürs Dranbleiben.
Niemand bleibt langfristig bei etwas, das sich unangenehm anfühlt. Aber wir bleiben bei Dingen, die uns guttun. Flexibilität und Mobilität schaffen diese guten Erfahrungen.
Sie senken die Einstiegshürde und geben schnelle, spürbare Effekte. Und genau deshalb passt das Thema so gut in den Anfang von unserem Let’s Move Jahr.
Und hier noch ein persönlicher Blick
Wenn ich ehrlich bin, habe ich Beweglichkeit immer unterschätzt und stark vernachlässigt. Da bin ich einfach „typisch Läufer“: Schuhe an und losrennen – denn das macht mir einfach Spaß. Dehnen und Mobility war für mich „das, was man halt auch machen sollte“, das „was eben ergänzend wichtig ist“. Und dabei wusste ich ja eigentlich schon, wie unbeweglich ich doch teilweise bin und manche Muskeln schon leicht verkürzt wirken, oder es sich zumindest so anfühlt.
Unsere Challenge hat das Thema dann bei mir wieder auf den Radar gebracht und gezeigt, dass es gar nicht so schwer ist ein paar Übungen einzubauen. Und ich merke sofort einen guten Effekt, wenn ich mir 5 Minuten Zeit dafür nehme. Gerade beim Thema Schultern/nach vorne geneigte Haltung merke ich wie gut es mir tut einfach mal den Körper gegen seine Gewohnheiten in eine andere Richtung zu strecken. Danach sitze ich gleich aktiver, bewusster und es fühlt sich einfach besser an.
Und ich merke auch: selbst ein paar lockere Aufwärm-Übungen vor dem Laufen, machen die Einheit fluffiger und leichter. Deshalb versuche ich nun dranzubleiben und kleine Einheiten in den Alltag und ins Training einzubauen.
Wie du Beweglichkeit ganz leicht integrierst
Wie du schon merkst, du brauchst keinen festen 45-Minuten-Plan. Es reicht, wenn du beginnst, kleine Rituale einzubauen, so wie wir es in unserer Challenge gemacht haben. Zum Beispiel:
- 5 Minuten Mobility direkt nach dem Aufstehen
- ein kurzer Flow während oder nach einem langen Arbeitstag
- Schulter-Mobilisation vor einem Core-Workout oder einfach mal, während du auf den Bus wartest oder beim Einkaufen in der Schlange stehst
- ein entspannter Stretch vor dem Schlafengehen
Mach es dir leicht und mach es dir angenehm. Denn dann klappt es auch, dass du es regelmäßiger machst und dranbleibst.
Ein einfacher Mobility-Mini-Flow für dich
Wenn du direkt starten möchtest, probiere diesen kleinen Ablauf aus, es dauert nur wenige Minuten:
- Katzen-Kuh-Flow: 10 Wiederholungen
- Tiefer Ausfallschritt mit Rotation: 8 Wiederholungen pro Seite
- Hüftkreisen im Stand: 10 Kreisbewegungen pro Seite
- Armkreisen vorwärts/rückwärts + Schulterblatt-Aktivierung: 10-15 Wiederholungen
- Vorbeuge im Stand: 30 Sekunden locker abhängen
Atme ruhig. Bewege dich kontrolliert. Hier kommt es nicht auf Schnelligkeit an. Was zählt ist die Bewegung.
Was wir im Februar wirklich wollen
Der Februar soll kein Monat sein, in dem du „beweglicher wirst als je zuvor“.
Er soll ein weiterer Monat sein, in dem du merkst: Bewegung darf weich sein. Bewegung darf entspannen. Bewegung darf sich gut anfühlen. Flexibility & Mobility sind eine gute Basis für einen starken Alltag. Und wenn wir diese Basis stärken, wird alles, was danach kommt, leichter.
Fazit: Beweglichkeit im Alltag und Training
Nochmal als Erinnerung: Beweglichkeit bedeutet nicht, maximal flexibel zu sein oder außergewöhnliche Bewegungen auszuführen. Sie unterstützt saubere Bewegungen, reduziert unnötige Einschränkungen und verbessert die Qualität von Training und Alltag. Wenn du regelmäßig kleine Mobility-Impulse setzt, wirst du merken:
- Dein Körper fühlt sich geschmeidiger an
- Dein Training wird angenehmer
- Dein Alltag wird leichter
- Deine Motivation bleibt stabil
Und genau darum geht es im Let’s Move Jahr 2026: Nicht um Perfektion. Nicht um Rekorde. Sondern um nachhaltige Freude an Bewegung.
Also: Beweg dich. Und bleib geschmeidig.
Wir sind erst im Februar. Komm und beweg dich mit uns!





