Let’s Move – April: Power Bauch. Starke Mitte.
Unser Let’s Move Jahr ist inzwischen richtig in Bewegung gekommen. Im Januar ging es darum, Motivation zu finden und dranzubleiben – ohne Neujahrsstress, dafür mit realistischen Zielen. Im Februar haben wir uns Zeit für Stretch & Flexibilität genommen und gemerkt, wie gut es tut, dem Körper wieder mehr Raum zu geben. Im März standen unsere Beine im Fokus – Kraft, Stabilität, Standfestigkeit.
An dieser Stelle frage ich mich: bist du noch dabei? :) Oder bist du neu hier und steigst mit ein? Super, weiter geht’s!
Und jetzt, im April, rücken wir ein Thema in den Mittelpunkt, das oft missverstanden wird: die Körpermitte. Es geht um Power Bauch – nicht im Sinne von flachen Bauchkulissen, sondern um Stärke von innen. Um Stabilität, Haltung und auch Vertrauen in den eigenen Körper.
Bauchmuskeln – viel mehr als nur „Training für die Mitte“
Wenn wir an Bauchtraining denken, haben viele direkt Bilder von endlosen Crunches oder harten Planks im Kopf. Aber unsere Bauchmuskulatur ist so viel mehr als das.
Sie ist Zentrum, Verbindung und Schutz zugleich. Sie hält uns aufrecht, wenn wir sitzen. Sie stabilisiert uns beim Gehen, Drehen, Tragen. Sie arbeitet, wenn wir vom Stuhl aufstehen oder uns nach etwas bücken.
Kurz gesagt: Dein Bauch arbeitet den ganzen Tag. Ob du willst oder nicht 😊
Gerade deshalb ist es wichtig, ihn nicht zu überfordern, sondern bewusst zu nutzen. Bauchpower entsteht nicht durch möglichst viele Wiederholungen, sondern durch:
- gute Ansteuerung
- saubere Spannung
- ruhige Atmung
Das ist weniger spektakulär – aber dafür nachhaltig – und kann auch ziemlich anstrengend sein.
Typische Bauch-Mythen (und warum wir sie loslassen dürfen)
Vielleicht erkennst du dich in einem dieser Gedanken wieder:
- „Ich habe keine Zeit für Bauchtraining.“
- „Bauchübungen tun mir im Rücken weh.“
- „Ich spüre meinen Bauch einfach nicht.“
- „Das bringt bei mir sowieso nichts.“
All das hören wir immer wieder – und es ist absolut verständlich. Denn häufig wurde Bauchtraining zu lange falsch vermittelt: schneller, härter, mehr.
Dabei gilt gerade hier: Weniger ist oft mehr. Oder besser: gezielter ist mehr. Ein gut gespannter Bauch für 20 bewusste Sekunden ist wertvoller als ein hektisches Abspulen von Übungen.
Wenn etwas im Rücken zieht oder schmerzt, ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern oft von fehlender Führung oder zu viel Druck. Bauchpower darf sich stabil, nicht verkrampft, anfühlen.
Bauchtraining alltagstauglich gedacht
Das Schöne an Bauchtraining: Es muss gar nicht immer auf der Matte stattfinden. Unsere Bauchmuskulatur lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren – ohne Sportoutfit und ohne Extra‑Zeitfenster – lieben wir!
Hier ein paar Beispiele aus dem echten Leben:
- Beim Zähneputzen:
Füße bewusst in den Boden drücken, Bauchnabel sanft nach innen ziehen, ruhig weiteratmen. - Im Büro oder Homeoffice:
Aufrecht sitzen, Schultern locker, Bauchspannung halten – nicht fest, sondern aktiv. - Beim Warten:
An der Ampel, an der Kasse, beim Kochen – Spannung aufbauen, 5 Atemzüge halten, lösen.
Es geht nicht darum, ständig angespannt zu sein, sondern immer wieder bewusst zu aktivieren. Kleine Impulse, die sich summieren.
Mini‑Workout: Power Bauch für jeden Tag (ca. 8–10 Minuten)
Und wenn du doch auf die Matte möchtest, dann haben wir für dich dieses kleine Bauch‑Workout zusammengestellt. Das Training kannst du 2–3‑mal pro Woche machen oder einzelne Übungen in deinen Tag einbauen.
1. Dead Bug (leicht & kontrolliert)
Rückenlage, Arme zur Decke strecken und die Beine im 90° Winkel anwinkeln.
Gegengleichen Arm und Bein langsam absenken.
Wichtig: Rücken bleibt stabil, Bauch aktiv, Atmung ruhig. Nimm dir Zeit, je langsamer desto effektiver.
6–8 Wiederholungen pro Seite
2. Unterarmstütz / Plank
Bauchlage, platziere deine Unterarme unter den Schultern, Knie gern am Boden oder für Fortgeschrittene mit den Füßen aufgestellt. Bauchspannung aufbauen, Gesäß locker lassen.
5 ruhige Atemzüge halten – dann Pause.
2–3 Durchgänge
3. Seitstütz (abgestuft)
Lege dich auf die Seite, der Unterarm unter der Schulter platziert, Knie aufgestellt.
Jetzt das Becken leicht anheben, Bauch aktivieren. Tipp: Nicht hochziehen – eher „lang machen“.
15–30 Sekunden pro Seite
4. Stehende Bauchspannung
Aufrecht stehen, Füße hüftbreit. Erst Einatmen und dann beim Ausatmen Bauchspannung aufbauen. Diese Position 3–4 Atemzüge halten.
Perfekt für zwischendurch
Dieses Workout soll unterstützen, nicht erschöpfen. Du solltest dich danach stabiler fühlen – nicht ausgelaugt.
Bauchpower beginnt im Kopf
Interessant ist: Bauchtraining hat auch eine mentale Komponente.
Unsere Körpermitte steht für Haltung, Sicherheit, innere Stärke. Manchmal fühlt sich Fortschritt hier nicht wie „mehr Muskel“, sondern wie:
- entspannteres Sitzen
- weniger Spannung im Rücken
- ein stabileres Gefühl im Alltag
Und genau das zählt. Wir dürfen lernen, unserem Körper wieder zu vertrauen. Ihn nicht ständig zu formen, sondern zu unterstützen.
Wie es weitergeht: Let’s Move im Mai
Nach Power Bauch geht es im Mai um etwas, das alles verbindet:
Healthy Habits.
Kleine Gewohnheiten, die bleiben. Bewegung, die selbstverständlich wird. Kleine Impulse, die nicht überfordern, sondern begleiten.
Denn mittlerweile wisst ihr es ja schon: echte Veränderung entsteht nicht durch einzelne perfekte Workouts – sondern durch das, was wir regelmäßig und gern tun.
Also: Bleib in Bewegung 😊






